StartAktuell"Solche Einrichtungen sind unverzichtbar!"

"Solche Einrichtungen sind unverzichtbar!"

21. September 2011

Silva Seeler besucht die Buchholzer Jugendwerkstatt "Chancen schaffen".

Seeler bei Jugendwerkstatt Buchholz

Ein Jugendlicher demonstriert seine PC-Kenntnisse: Hans-Jörg Gramatke (l.) und Rainer Schulz von „Chancen schaffen“ zeigen Silva Seeler den IT-Raum der Buchholzer Jugendwerkstatt.

„Wie kamen Sie zur Politik?“, „Welche privaten und beruflichen Ziele haben Sie noch?“, „Wie hoch ist Niedersachsen verschuldet?“ – Beim Besuch der Buchholzer Jugendwerkstatt „Chancen schaffen“ wurde die SPD-Landtagsabgeordnete Silva Seeler eifrig von den Jugendlichen befragt. Einer wollte wissen, ob die Jugendwerkstatt bald geschlossen wird und ob er seine Ausbildung dort noch abschließen kann. Tatsächlich war die Ankündigung des Bundesarbeitsministeriums, in Niedersachsen mehr als 100 Jugendwerkstätten zu schließen, der Auslöser für Seelers Besuch.

„Ich finde diese Jugendwerkstätten unverzichtbar, bieten sie Jugendlichen, denen aus den verschiedensten Gründen ein Schulabschluss oder eine Ausbildung fehlt, doch eine Perspektive. Dass „Chancen schaffen“ seit Jahren gute Arbeit leistet, ist mir jetzt erneut demonstriert worden“, so Seeler. Jan-Hendrik Röhse, Erster Stadtrat in Buchholz, versprach: „Diese Jugendwerkstätte wird sicherlich nicht geschlossen – ganz im Gegenteil sogar.“ Es seien bereits EU-Fördergelder für einen Anbau im kommenden Jahr bewilligt worden.

Der Leiter der Jugendwerkstatt, Hans-Jörg Gramatke, und sein Team führten die SPD-Politikerin durch die Lehr- und Praxisräume. Rainer Schulz präsentierte den IT-Bereich und berichtete davon, wie die Jugendlichen selbst den Internetauftritt der Jugendwerkstatt gestaltet haben und dass man hier den Europäischen Computerführerschein machen könne. Die Werkstätten für die Holz- und Metallverarbeitung stellte Harald Siedler vor.

„Bei aller Ausbildungstätigkeit sind wir für die Jugendlichen auch so etwas wie ein Familienersatz“, sagte Siedler. Das vorrangige Ziel sei zwar, allen eine Basis für einen beruflichen Einstieg zu vermitteln, ergänzte Gramatke. „Aber wir bieten nicht zuletzt auch ein soziales Netz, das den menschlichen Kontakt untereinander sehr wichtig nimmt. Das ist die Voraussetzung, damit das hier funktioniert.“

Besonders angetan war Silva Seeler in diesem Zusammenhang von der Zusammenführung von Jung und Alt, sei es im Projekt „Hand in Hand“, bei dem die Jugendlichen gemeinsam mit Senioren handwerklich arbeiten, oder von den Nachhilfestunden durch Ehrenamtliche. „Ich denke, dass es vor allem für Jugendliche, die von Erwachsenen nicht immer die besten Eindrücke erhalten haben, äußerst wichtig ist, durch diese generationenübergreifenden Kontakte Vorurteile abzubauen.“

 





 

 

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