Polizei Tostedt sucht neuen Standort
.Silva Seeler bei Beratungen im Bauausschuss dabei
<b>„Offenes Rennen um Standort“</b>
Verwaltung soll laut Fachausschuss-Votum in Wettbewerb mit Immobilienbesitzern treten
Rathausumbau und -erweiterung in der Samtgemeinde Tostedt sind vom Tisch. Mit 28 zu fünf Stimmen (alle aus der SPD) nahm der Rat den entsprechenden Beschluss zurück. Damit ist auch der Bürgerentscheid abgewendet. Bei der Suche nach einem neuen Standort für die Polizei, die auch im Bauausschuss beraten wurde, gibt es ein Novum: Verwaltung und private Immobilienbesitzer treten in Wettbewerb. Verschiedene Ratsmitglieder bezeichneten die Rücknahme des Ratsbeschlusses als Neustart. Gleichzeitig appellierten sie an die Bürger, den Beratungsprozess um einen neuen Standort für die Polizei mit zu begleiten.
Ursprünglich sollte die Polizei im Zuge der Rathauserweiterung mit ins Verwaltungsgebäude einziehen. Jetzt gilt es, Alternativen für eine angemessene Polizei-Unterbringung zu finden. Samtgemeinderat Stefan Walnsch erläuterte die Varianten für einen Polizeibau auf dem Rathausgelände. Die Verwaltung favorisiert einen Anbau vor der ehemaligen Mädchenschule in Richtung Schützenstraße. Dort sind mit Bürgerbüro, Straßenverkehrs- und Ordnungsbehörde die Ämter, mit denen die Polizei häufig zusammenarbeitet. Außerdem sei die Polizei im Kreuzungsbereich Schützen- und Triftstraße für alle gut sichtbar, die Beamten könnten schnell zu den Einsätzen fahren.
Die Verwaltung wird jetzt beauftragt, für die drei Gebäudevarianten die Kosten zu ermitteln und eine Wirtschaftlichkeitsprüfung aufzustellen. In die Überlegungen soll ein Kriterienkatalog von Grünen-Ratsherr Waldemar Hindersin einfließen. Sobald alle Zahlen und Stellungnahmen, zum Beispiel hinsichtlich des Denkmalschutzes, vorliegen, soll die nächste öffentliche Bauausschuss-Sitzung stattfinden. Diesen Empfehlungen war eine offene und sachliche Diskussion mit den Bürgern vorausgegangen. Sie schlugen erneut verschiedene Immobilien in Tostedt vor. Deren Eignung für eine Polizeiunterbringung wird von der Polizeidirektion Lüneburg geprüft.
Allerdings, so machte SPD-Landtagsabgeordnete Silva Seeler deutlich: Notwendige - vermutlich auch kostspielige - Umbauten müsse der Besitzer vornehmen. Außerdem will das Land die Polizei möglichst preisgünstig unterbringen. Karl-Heinz Langner, Leiter der Polizeistation Tostedt: „Das Land wird nicht bauen und nicht umbauen. Unser Wunsch ist es, auf das Verwaltungsgelände zu ziehen.“
<i>(Quelle: Nordheide Wochenblatt vom 14. August 2010)</i>



















